SG Lewis: Bruchstücke eines perfekten Sommers [Kurzreview]

13:47 Jenny Karpe 0 Comments

2015/2016.
Dieser Mann ist ein Genie, ein Genie des Simplen, des Warmen, des Angenehmen. SG Lewis war mein Sommer 2015 und hat den Song geschrieben, den ich (laut Last.fm) am häufigsten gehört habe. Jetzt hat er eine neue EP herausgebracht, die einfach fast alles richtig macht. Spoiler.


Leider ist mein Sommer fast vorbei, der Stress geht wieder los. Aber selbst dann kann ich SG Lewis gut gebrauchen. Seine EP heißt Yours, ebenso der erste Titel. Der kommt mit dem typischen, entspannten, umfassenden Klang daher, den ich gern als "warm" bezeichne. Das können nur wenige Künstler, etwa Honne und Michael Schulte (Letzterer aber nicht immer). 


Mit Gallant bring SG Lewis den ersten von zwei Gastinterpreten auf die Platte. Bei Holding Back handelt es sich meiner Meinung nach am eindeutigsten um eine Popnummer, die so auch im Radio (1Live Plan B) laufen könnte. Ansonsten ist SG Lewis nicht speziell, aber eben beinahe zu entspannt. Gallants Stimme bringt neue Energie rein, die Gitarre hat einen genialen Groove. Das ist kein richtiger Mainstream, dafür ist es zu gut. Allerdings wird es gegen Ende hin doch etwas repetitiv.
Meant To Be erinnert mich hingegen an Roosevelt oder ... ach, keine Ahnung. Die Synthies sind erneut großartig, besonders mit guten Boxen. Das ist Musik zum reinlegen und wohlfühlen.
Bishop Nehru ist der Gastmusiker auf dem letzten Song, der sich nicht wesentlich, aber immerhin ein wenig von den anderen unterscheidet. Mit Gone ist da auf einmal Rap. Insgesamt überzeugt mich der Track nicht wirklich, aber ich kann nicht benennen, warum.

Anspieltipp: Holding Back
Klingt wie: Honne, Jack Garratt, Aquilo.










Mein Lieblingssong von SG Lewis ist übrigens dieser hier. Der Name ist Programm.


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